Online in die eigene Kirche schauen - Social Media beim evangelischen Kirchenbezirk Nürtingen

Larissa Lonsinger kümmert sich um die Facebook- und Instagram-Auftritte des evangelischen Kirchenbezirks Nürtingen

Die QR-Codes zum Kirchenbezirk

Larissa Lonsinger bringt den Kirchenbezirk ins Internet. Foto: Holzwarth

02.02.2021 05:30, Von Sabrina Kreuzer

Egal, ob in der Kirche, beim Einkaufen, beim Gespräch mit den Nachbarn oder im Internet: Für gläubige Menschen ist Gott überall. Um zu zeigen, welche Menschen in seinem Namen wirken und den evangelischen Kirchenbezirk Nürtingen mit all seinen 28 Gemeinden vorzustellen, gibt es den Bezirk nun auf Facebook und Instagram: Larissa Lonsinger ist das Gesicht dahinter.

NÜRTINGEN. Die 30-jährige Neuffenerin Larissa Lonsinger ist mit Leib und Seele in der Werbewelt unterwegs. Nach einer Ausbildung zur Gestalterin für visuelles Marketing absolvierte sie ein Studium an der Hochschule der Medien im Fach Werbung und Marktkommunikation. „Anfang des vergangenen Jahres wollte ich beruflich andere Wege gehen“, erzählt sie im Gespräch. „In der Werbung kann man vieles miteinander vereinen, was für mich gut ist, denn ich konnte mich nie richtig entscheiden, ob ich lieber grafisch oder mit Social Media arbeiten möchte.“

So kam es zu Beginn der Corona-Pandemie für die gläubige Christin zu „einem der tollsten Dinge, die mir passieren können“: Sie erhielt die Möglichkeit zu einem Vorstellungsgespräch als Social-Media-Beauftragte beim evangelischen Kirchenbezirk Nürtingen.

„Das war für mich ein Zeichen Gottes: Bis dahin war ich ziemlich niedergeschlagen, aber das war ein Lichtblick“, erinnert sie sich. Seit August 2020 arbeitet Lonsinger nun als Teilzeitkraft beim Kirchenbezirk. „Das ist eine sehr schöne Stelle, bei der sich die drei Dinge, für die ich brenne, perfekt miteinander vereinen lassen“, sagt sie.

Schon lange wollte sie sich mehr in der Kirche einbringen und kann dies mit ihrer Anstellung nun tun. Dazu arbeitet sie als Projektassistentin und führt ein Kleingewerbe. Aus mehreren Gründen findet Lonsinger es wichtig, dass die Kirche im Allgemeinen und der Kirchenbezirk auf den sozialen Netzwerken vertreten sind: „Es findet einfach immer mehr online statt, vor allem auf Social Media.“ Viele Menschen würden sich heute dort informieren, anstatt die Nachrichten im Fernsehen zu schauen. Zudem sieht sie die Kirche als eine Art Unternehmen, das Werbung für sich machen muss: „Dabei geht es nicht nur um die zahlreichen Einrichtungen, die es im Kirchenbezirk gibt, sondern auch um die Ehrenamtlichen, die hier mitarbeiten.“ Zwar gebe es im Bezirk viele freiwillige Helfer, aber auf der Suche sei man dennoch immer. „Die Auftritte sind zudem eine Möglichkeit, um den Menschen von Gott zu erzählen, was er uns gegeben hat und was unsere Gaben und Leidenschaften sind“, fügt die junge Frau hinzu.

Über die Netzwerke werden Hemmschwellen abgebaut

Die relativ einfache Kommunikation mit den Menschen über die sozialen Netzwerke sieht sie als weiteren positiven Aspekt: „Die Hemmschwelle ist im Internet einfach geringer. Die Menschen tauschen dort lieber ihre Gedanken aus oder melden sich über Facebook und Instagram schneller, als wenn sie eine EMail schreiben müssen.“ Noch befinden sich die Profile im Aufbau, denn während der Pandemie ist es für die Neuffenerin nicht einfach, den Überblick über den komplexen und großen Kirchenbezirk zu bekommen. „Das ist ein Prozess, bei dem mir viele Menschen helfen. Dafür bin ich sehr dankbar“, sagt Lonsinger.

Momentan steht die Vesperkirche im Mittelpunkt: „Ich habe alle drei Standorte besucht und dort Fotos gemacht. Es ist einfach richtig toll, wie das trotz des Virus umgesetzt wurde.“ In mehreren Gemeinden stehen kleinere Themen an, über die sie sowohl auf Facebook als auch auf Instagram berichten möchte. Das Wichtigste ist: „Ich möchte den Kirchenbezirk vorstellen und in das Bewusstsein der Menschen rücken.“

Dabei arbeitet Lonsinger unter anderem mit den Jugendprojekten des Bezirks zusammen: „Wir verknüpfen uns gegenseitig und machen so aufeinander aufmerksam.“

Larissa Lonsinger freut sich über das Vertrauen, das ihr aus den Kreisen des Kirchenbezirks entgegengebracht wird: „Über die meisten Dinge habe ich komplett freie Hand.“ So kann sie selbst bestimmen, wie die Social-Media-Auftritte aussehen sollen. „Es macht mir Spaß, die Beiträge zu gestalten“, sagt sie. „Die Arbeit ist nie eintönig, denn im Kirchenbezirk ist immer etwas los. Ich lerne ständig etwas Neues dazu.“

Wer dem evangelischen Kirchenbezirk Nürtingen auf Facebook oder Instagram folgen möchte, findet ihn dort unter dem Namen „Ev. Kirchenbezirk Nürtingen“ oder über die nebenstehenden QR-Codes.